„Das Netz“ an historisch bedeutsamen Ort

Foto: SDTB / Historisches Archiv
Die Ladestraße um 1910. Foto: SDTB / Historisches Archiv

Lange, sehr lange war es ziemlich still in der ehemaligen Ladestraße des Anhalter Güterbahnhofs. Das war nicht immer so. Für fast 70 Jahre, dem Zeitraum zwischen der Fertigstellung 1876 und der starken Zerstörung im Zweiten Weltkrieg herrschte hier täglich reger Betrieb. Unablässig fuhren Züge im Rücken der beiden Ladehallen ein und ab.

Auf dem Kopfsteinpflaster der breiten Straße zwischen den Schuppen drängelten sich Karren, Pferdegespanne und später Lastwagen der Spediteure und Händler. Der zweite Weltkrieg sorgte für ein jähes Ende des Warenumschlags auf dem damaligen Güterbahnhof. Weite Teile wurden zerstört und das Gelände wurde über Jahrzehnte nur noch in geringem Umfang genutzt.

Foto: SDTB / H. Hattendorf
Foto: SDTB / H. Hattendorf

Mit dem Dornröschenschlaf ist es inzwischen vorbei. Nachdem in den vergangenen Jahren schon die Ausstellung „Mensch in Fahrt“ sowie der Junior Campus in den ehemaligen Warenumschlagplatz eingezogen sind, steht in diesem Sommer auch die Wiederbelebung des restlichen Bereichs der Ladestraße an. „Das Netz“ wird sich in den hinteren Empfangsschuppen auf insgesamt 1.600qm ausbreiten.

Veröffentlicht von

Sebastian Hamburger

ist wissenschaftlicher Volontär in der Abteilung Mathematik und Informatik im Deutschen Technikmuseum in Berlin. Seit etwa einem Jahr ist er Teil des Projektteams „Das Netz“.